Journal

Qualitätsartikel auf PSLjournal

Klettern - Kletterhalle


Klettern ist eine beliebte Sportart und wird vor allem als Freizeitbeschäftigung angesehen, die hauptsächlich an Felsen in der Natur, an speziellen Kletterwänden in Kletterhallen oder in extra zu diesem Zweck angelegten Hochseilgärten durchgeführt wird. Im Laufe der Geschichte des Kletterns haben sich viele verschiedene Kletterarten entwickelt, die in den Schwierigkeitsstufen durch unterschiedliche Kletterhöhen und Beschaffenheit der Kletterwand, erlaubte Bewegungsabläufe und Hilfsmittel variieren. Um das Klettern zu erlernen, ist es notwendig, zu Beginn ein Sturz- und Sicherheitstraining zu absolvieren, um Gefahren und das Risiko von Verletzungen zu minimieren. Kletterkurse werden in fast jeder Kletterhalle angeboten, spezielle Klettergärten dienen dem zusätzlichen Training am Felsen.
Das Freeclimbing wird als Kletterart oftmals mit dem Free-Solo-Klettern verwechselt. So wird fälschlicherweise davon ausgegangen, dass mit Freeclimbing das Klettern ohne Sicherung bezeichnet wird. Tatsächlich ist mit Freiklettern gemeint, dass zur Fortbewegung nur der Felsen und der eigene Körper genutzt werden darf. Das Seil und andere Hilfsmittel dienen dabei ausschließlich als Sicherung vor Abstürzen. Beim Freiklettern gibt es verschiedene Varianten: Das Sportklettern, das Bouldern und das Alpinklettern. In einer Kletterhalle sind vor allem die ersten beiden Varianten gebräuchlich, die zudem auch in Wettkämpfen gefordert werden. Beim Sportklettern steht der sportliche Gedanke im Vordergrund. Deshalb sind die Kletterrouten durch viele Sicherungspunkte abgesichert, um Abstürze zu vermeiden. Als Bouldern bezeichnet man das Klettern in absprungsicherer Höhe ohne Sicherung. Zur Vermeidung von Verletzungen bei einem Sturz werden sogenannte Crashpads ausgelegt und zusätzlich kann ein Spotter, ein Sicherungspartner, bereitstehen, der darauf achtet, dass der Kletterer auf den Matten landet und dabei nicht umknickt oder -fällt. Beim Alpinklettern, das vor allem an Felswänden und Bergen angewandt wird, ist es vordergründig, den Gipfel zu erreichen. Besonders wichtig sind dabei die Routenplanung und fortgeschrittene Kenntnisse in den Bereichen Sicherung und Umgang mit Seilen und Sicherungshilfsmitteln an der Felswand, um weder sich selbst noch die Seilschaft in unnötige Gefahr zu bringen.
Beim Klettern in einer Kletterhalle werden zwei unterschiedliche Sicherungsarten angewandt, der Vorstieg und das Top-Rope. Vorstieg bedeutet, dass mindestens zu zweit geklettert wird, und der Vorsteiger vom Sicherungspartner ab dem Punkt gesichert ist, von dem das Klettern seitlich oder nach oben begonnen wird. Der Vorsteiger hängt auf seinem Weg das Seil in regelmäßigen Abständen in Zwischensicherungen ein, um die Falltiefe von den höheren Kletterpunkten zu verringern. Beim Top-Rope geht das Seil vom Sichernden nach oben durch eine Umlenkung und zurück zum Kletternden. Der Sichernde zieht das Seil beim voranschreitenden Aufstieg nach und bietet somit bei einem Sturz Rückhalt. Beim Abseilen setzt sich der Kletterer in das Seil und der Sichernde lässt es langsam durch die Umlenkung zurückgleiten.

 

 

 

 

 

 

© www.psljournal.com Impressum