Plastische Chirurgie
Die Ursprünge der heutigen Schönheitschirurgie liegen in der wiederherstellenden plastischen Chirurgie. Diese beschäftigt sich vorwiegend mit der Wiederherstellung der Physiognomie (äußeres Erscheinungsbild) nach Unfällen, bei Missbildungen und schweren operativen Eingriffen mit größervolumiger Gewebsentfernung und Ähnlichem.
Mit dem Fortschreiten der Operationstechniken in der plastischen Chirurgie wurden vor allem in den Vereinigten Staaten erste Eingriffe vorgenommen, die in das heutige Arbeitsfeld der Schönheitschirurgie einzuordnen sind. Die Operationstechniken wurden ständig verbessert und zunehmend mehr Körperregionen können behandelt werden.
Damit hat die Ästhetische Chirurgie eine Entwicklung genommen, die heute von Nasen-, Wangen- und Kinnkorrekturen über brustformende Operationen und Fettabsaugungen bis hin zu Penisverlängerungen und Schamlippenkorrekturen reicht.
Über den Sinn oder Unsinn der Schönheitschirurgie wird nach wie vor heftig gestritten und die Diskussionen verlaufen nicht immer sachlich und fair. Für die Betroffenen machen solche Auseinandersetzungen keinen Sinn. Die persönliche Zielstellung der Patienten reicht von der Perfektionierung ihres Aussehens bis hin zu echtem Leidensdruck der einer Behandlung bedarf.
So breit gefächert wie die Motivationen für die plastische Chirurgie sind, so weit ist auch das Feld der Beweggründe an sich selbst eine Schönheitsoperation vornehmen zu lassen. Als Grundgedanke der Operationswilligen steht immer das Streben nach einem individuell und gesellschaftlich geformten Schönheitsideal und die Aufwertung der eigenen Persönlichkeit und damit auch meist des eigenen Selbstbewusstseins. Damit schließt sich eine Grundsatzdiskussion für die Betroffenen aus und wird widersinnig.
Mittlerweile sind auch in Deutschland eine Vielzahl an Eingriffen der plastischen Chirurgie anerkannt und sind nicht nur in das Arbeitsfeld der wiederherstellenden Chirurgie einzuordnen. Informationsbedarf besteht dabei in der Bevölkerung immer noch in der Toleranz der Selbstverwirklichung einzelner Menschen.
Bis auf wenige Ausnahmen ,die meist in der reinen plastischen Chirurgie zu finden sind, bezahlen die Krankenkassen reine Schönheitsoperationen nicht. Es sei denn, es kann ein seelischer Leidensdruck mit irreparablen Folgen für die Betroffenen nachgewiesen werden.
Damit sind Eingriffe der Ästhetischen Chirurgie für die Patienten auch eine oft hohe finanzielle Herausforderung, die zu tragen diese Menschen bereit sind. Und niemand gibt einfach so Geld aus ohne dafür einen dringlichen individuellen Grund zu haben.
Grundsätzlich empfehlenswert vor jedem nicht zwingend notwendigen operativen Eingriff ist eine genaue Information über den Verlauf, die Risiken und das abzusehende Ergebnis einer solchen Operation. Seriöse Kliniken bieten diese Beratungsgespräche ohnehin an und informieren umfassend und verantwortungsbewusst.
Größere Vorsicht ist dann geboten, wenn die plastische Chirurgie zu Preisen angeboten wird, die weit unter dem Durchschnitt liegen und ohne gründliche Voruntersuchungen durchgeführt werden. Derartige Angebote finden sich gerade im osteuropäischen Ausland oft und sollten nicht ungeprüft eingegangen werden.
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